DISSkursiv ist der Welblog des Duisburger Instituts für Sprach– und Sozialforschung.
Sie lesen hier aktuelle Informationen zur Arbeit des DISS, Artikel, Meinungsbeiträge, Rezensionen, Kurzinfos, Glossen und Satiren von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des DISS und von externen Autorinnen und Autoren.
Aktuelle Neuerscheinungen aus der Edition DISS:
Cover Die Verneinung des Judentums
Klaus Holz / Heiko Kauffmann / Jobst Paul (Hg.)
Die Verneinung des Judentums
Antisemitismus als religiöse und säkulare Waffe
ISBN: 978-3-89771-751-0
Ausstattung: br., 184 Seiten
Preis: 22.00 Euro
Edition Diss Band: 22
Rolf van Raden
Patient Massenmörder
Der Fall Ernst Wagner und die biopolitischen Diskurse
ISBN: 978-389771-754-1
Ausstattung: br., 184 Seiten
Preis: 24.00 Euro
Edition Diss Band: 25
Kurt Lenk
Von Marx zur Kritischen Theorie
Dreißig Interventionen
ISBN: 978-389771-753-4
Ausstattung: br., 322 Seiten
Preis: 29.80 Euro
Edition Diss Band: 24
In Kürze erscheinen:
Helmut Kellershohn (Hg.)
Die deutsche Stimme der jungen Freiheit
ISBN: 978-389771-752-7
Ausstattung: br., ca. 250 Seiten
Preis: ca. 24 Euro
Erscheint voraussichtlich Mai 2010
Edition Diss Band: 23
Siegfried Jäger / Jens Zimmermann (Hg.) in Verbindung mit der Diskurswerkstatt im DISS
Lexikon der Kritischen Diskursanalyse
Eine Werkzeugkiste
ISBN: 978-3-89771-755-8
Ausstattung: br., ca. 160 Seiten
Preis: ca. 18 Euro
Erscheint voraussichtlich März 2010
Edition Diss Band: 26
Edition Diss. Gesamtverzeichnis 2009
Titelliste
Unrast aktuelle News
]]>In der Berliner Zeitung ist es einem weißen deutsche Historiker und NS-Forscher zumindest heute schon möglich Deutschlands erste Kolonie Groß-Friedrichsburg – eine Station für die Versklavung von mindestens 30000 Menschen – als „Koloniechen“ zu verniedlichen.
In Berlin wir in diesem Monat das Göben Ufer an der Spree nach der weltweit geschätzten Lyrikerin May Ayim umbenannt.
„Straßenschänder in Kreuzberg“ – lautet der Titel der hetzerischen BZ-Kolumne von Götz Aly.
Siehe dazu:
Kolumne: Götz Alys neue Leidenschaften
Susan Arndt zu Götz Alys Reaktion auf das May Ayim Ufer
Stimmen zu dem Hetzartikel von Götz Aly gegen das May-Ayim-Ufer
One is that social networks are not critical for every form of social action. But the exceptions are pretty simple cases of spontaneous coordination. And second, the example of civil rights mobilization illustrates very clearly why we should expect that social networks are usually crucial. The reason is straightforward: almost all social outcomes require a degree of coordination, communication, and mobilization. A social network is not the only way of bringing these factors about — cheerleaders and television stations can do it too. But the causal importance of social networks is likely to be great in many cases. And for this reason it seems justified to conclude that social networks are in fact fundamental to social explanation. Likewise, it appears correct to say that they function as bridging mechanisms from micro to macro, in that they help to convey the actions of local agents onto larger social outcomes (and back!).
lesenswert:
]]>Online-Foren, die für viele „Klicks“ sorgen, ziehen nicht nur pöbelnde Rassisten an, sie werden auch durch die skandalisierenden Aufmacher der Zeitungen angeheißt:
Der Teufel liegt jedoch im Detail und hier ganz und gar in tumorösen Strukturen: Stetig befeuert werden solche Online-Foren nämlich durch das, was die Zeitung schreibt und das muss heutzutage blutig und heftig sein. Das bekommt man für gewöhnlich als Zeitung weitgehend frei ins Haus, nämlich in Form der Presseverteilers der hiesigen Polizei, des Amtsgerichts und von anderen Behörden. Wer die heute bekommt, weiß weitgehend schon, wie der Lokalteil der Regionalzeitung von morgen aussehen wird und was vorab als Aufmacher auf der Homepage landet.
Wurden bislang Rassisten weitestgehend einfach ignoriert, so sieht „blog netplanet“ nun die Notwendigkeit, das Problem genauer anzuschauen und öffentlich zu machen:
Das heißt für uns alle: Schauen, was die Tageszeitung online so treibt und öffentlich anprangern! Dazu haben wir Blogger Weblogs, Trackbacks, Twitter und Facebook.
Viele Print-Medien sind sowohl mit den neuen Medien als auch mit dem Thema Rassismus überfordert. Es fehlt am qualifiziertem Personal und Support. Deshalb begrüße ich hier sehr den Aufruf zum kritischen Media Watch. Ein Vorbild hier ist „der braune mob“.
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Für Medienschaffende – gerade in den Print-Medien – empfehle ich folgende Lektüre:
Siegfried Jäger / Dirk Halm (Hg.)
Mediale Barrieren
Rassismus als Integrationshindernis
Schwerpunkt ist hierbei der Mediendiskurs „Islam“.
Susan Arndt und Antje Hornscheidt (Hg.)
Afrika und die deutsche Sprache
Ein kritisches Nachschlagewerk
Hier werden rassistische Begriffe, die aufgrund der kolonialen Tradition noch in der „weißen“ Mehrheitsgesellschaft verankert sind, kritisch hinterfragt. Eine Muss-Lektüre für alle Redaktionen.
Iman Attia (Hg.)
Orient- und IslamBilder
Interdisziplinäre Beiträge zu Orientalismus und antimuslimischem Rassismus
Susan Arndt (Hg.)
AfrikaBilder
Studien zu Rassismus in Deutschland
Um das Thema klar zu formulieren. Es geht um gesellschaftskritische Inhalte, die von der Zensur betroffen sind. Das menschenverachtende Inhalte wie antisemitische, rassistische, sexistische Äußerungen geduldet werden ist ebenfalls ein Skandal.
Wo beginnt die Zensur?
Was ist wo vorgefallen?
Wo wurde berichtet?
Wie waren die Reaktionen?
Welche Alternativen bieten sich?
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Siegfried Jäger (Hg.)
Wie kritisch ist die Kritische Diskursanalyse?
Ansätze zu einer Wende kritischer Wissenschaft
Edition DISS Bd. 20 | ISBN 978-3-89771-749-7 | 272 S. | 24 EUR [D]
Unrast Verlag, Münster 2008
Edition DISS Bd. 20
Können Diskurstheorie und Diskursanalyse dazu beitragen, neue politische Wege aufzuzeigen, wie globalen Fehlentwicklungen konkret gegenzusteuern ist? Reicht es, das scheinbar Selbstverständliche als fragwürdig und veränderungsbedürftig auszumachen, oder können Orientierungen aufgezeigt werden, wie praktische politische Gegenwehr möglich ist?
Um diese Fragen zu beantworten, werden verschiedene Konzepte von Diskurstheorie und Diskursanalyse dargestellt und deren politischer Stellenwert anhand konkreter Untersuchungen beleuchtet.
Mit diesem Buch werden die 2007 auf dem 20. Jahrescolloquium des DISS gehaltenen Vorträge und Diskussionen veröffentlicht, die um weitere Beiträge zum Thema ergänzt wurden.
Aus dem Inhalt:
Siegfried Jäger (Duisburg):
Von der Ideologiekritik zu Foucault und Derrida. Ein Beitrag zu einer möglichen Wende kritischer Wissenschaft und Politik
Gabriel Kuhn (Stockholm):
Zum politischen Stellenwert poststruktureller Theorie
Jürgen Link (Dortmund):
WNLIA! Zur politischen Dimension des diskursanalytischen Konzepts der Zeitschrift »kultuRRevolution«
Ulrich Brieler (Leipzig):
Historische Wahrheitskämpfe und »Fernsehgeschichte« (Interview)
Franz Januschek (Oldenburg):
Kritische Diskursanalyse als Spiel
Vassilis Tsianos (Hamburg) /Sehart Karakayali (Berlin):
Turbulente Ränder. Neue politische Perspektiven auf Migration an den Grenzen Europas
Ferda Ataman (Berlin):
Der Türkeibeitritt in den deutschen Medien und die Integrationsdebatte
Carolin Ködel (Hamburg):
Positionierungen und Selbstpositionierungen von religiösen MuslimInnen
Markus Wrbouschek (Wien):
Der arbeitende Menschen im Brennpunkt der europäischen Beschäftigungspolitik
Claudia Zuser (Wien):
Der Diskurs um das Thema Errichtung von Auffanglagern für Flüchtlinge in Nordafrika und die europäische Identität
Jobst Paul (Duisburg):
Das Projekt »Jüdische Autoren zum Projekt der Moderne« und seine politische Bedeutung
Regina Wamper (Aachen) /Martin Dietzsch (Duisburg):
Das »diskriminierende« Judenbild in rechtschristlicher und extrem rechter Publizistik. Konzept eines Forschungsprojekts
Das Standardwerk zur Kritische Diskursanalyse:

Siegfried Jäger
Kritische Diskursanalyse
Eine Einführung
Edition DISS Bd. 3
ISBN 3-89771-732-8 | 404 Seiten | 24.00 Euro
5. Auflage, Oktober 2009
Unrast Verlag, Münster
Hier wäre es sinnvoll einen Austausch zwischen den Akteur_innen der Bewegung und den Akteur_innen der Medien herzustellen. Ziel wäre ein gegenseitiger Support beim Austausch über Probleme, Analysen und Bedürfnisse.
Ich möchte den Austausch dazu auf Twitter über die Hashtag’s #unibrennt #MediaWatch #Support anregen.
Angesprochen sind also ganz speziell die aktiven und solidarischen Menschen auf Twitter. Bitte postet dort eure Fragen, Analysen und Anregungen.
Mögliche Fragen wären:
Welche Medien berichtet? (Wo befinden sich Pressespiegel? Wo befinden sich Auseinandersetzungen und Reaktionen auf Medienberichte? Welche Positionen werden zu den Berichten vertreten …)
Welche Themen stehen im Vordergrund?
Welche Inhalte werden (nicht) vermittelt?
Welches Genre wird gewählt (Reportage, Kolumne, Interview, Leser_innenbrief …)?
Welche Diskurse spielen eine Rolle (Elite, Soziale Ausgrenzung, Gesellschaftliche Hintergründe)?
Welche Anlässe („Sachschaden“, Reaktionen von Personen …, Forderungen, Ereignisse) werden genutzt?
Welche Symboliken („Party“, …) werden verwendet?
Welche Kriterien sollte eine kritische Berichterstattung folgen?
Werden die Inhalte angemessen dargestellt?
Wo und wie entstehen Missverständnisse und Fehlinterpretationen?
Wie sind die Arbeitsbedingungen der Journalist_innen?
Welches Publikum sprechen die berichtenden Medien an?
Wen und was spricht die Bewegung an?
Wie sehr benötigt die Bewegung die Medien?
Wo bestehen zwischen den Medien und der Bewegung gemeinsame und entgegengesetzte Interessen?
Das wären potentielle Fragen, aber sicher werden sich noch eine Reihe spezifischer Fragen seitens der Medien und von der Bewegung aufgestellt.
Solidarische Grüße!
Bitte RT …
Links:
http://unsereuni.at/ (offizielle Seite)
#http://twitter.com/porrporr (unter #porrpresse findet ihr einen Pressespiegel)
http://twitter.com/unibrennt
Hintergrund:
Am 28.09.2009 hat der Medienrat der Sächsischen Landesmedienanstalt (SLM) getagt, um eine Lösung für das „Apollo-Radio Problem“ zu finden.
Inoffiziellen Angaben zufolge hat Apollo-Radio den Vertrag mit dem Sendemastbetreiber Media Broadcast zum 31.12.2009 gekündigt, weil es mit der Höhe der Ausstrahlungskosten nicht einverstanden ist.
Hinter den Kulissen wird (zwischen Apollo, SLM und Media Broadcast) verhandelt, Zeit scheint dabei – trotz des schnell näher rückenden Abschalttermins – keine Rolle zu spielen.
Das heißt, wenn es keine Einigung gibt, wird ab 01.01.2010 auf der Frequenz 102,7 MHz nichts mehr gesendet – weder Apollo, noch die bis zum 31.12.2014 lizensierten Freien Radios in Sachsen.
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